Neurodermitis – Wenn die Haut juckt und brennt

Neurodermitis – Wenn die Haut juckt und brennt

Neurodermitis ist eine chronisch-entzündliche Hauterkrankung. Sie tritt in Schüben auf und zählt zu den häufigsten chronischen Hautkrankheiten. Die Symptome sind quälender Juckreiz und schuppige, trockene, rötliche Haut. Oftmals tritt Neurodermitis an der Kopfhaut, im Gesicht und an Händen auf. Man geht davon aus, dass neben einer genetischen Veranlagung auch eine Reihe von Auslösern aus der Umwelt (Stress, Klima, mikrobielle Infektionen, hautirritierende und sensibilisierende Stoffe) eine Rolle spielen.

An Neurodermitis erkrankte Haut ist meist trocken und hat einen hohen Wasserverlust. Daher ist es enorm wichtig, dieses Hautbild aufzubauen und von außen zu unterstützen.

Doch was ist die Ursache für Neurodermitis?

Eine genaue Ursache ist noch nicht bekannt. Man kann aber sagen, dass Neurodermitis durch drei Faktoren verursacht werden kann:

1. Schwaches Immunsystem
2. Umweltfaktoren
3. Genetische Veranlagung (Vererbbar)

Wie entsteht Neurodermitis?

Die Hautbarriere ist gestört. Die äußerste Hautschicht ist die Hornschicht. Sie schützt den Körper vor Krankheitserregern. Bei Neurodermitis kann die Hornschicht aber ihre Schutzfunktion nicht richtig erfüllen. Ein möglicher Grund dafür ist, dass der Körper aufgrund einer Genveränderung zu wenig von dem Eiweiß Filaggrin produziert. Dieses ist wichtig für die Bildung der Oberhaut. Durch den Mangel an diesem Eiweiß ist bei Neurodermitis-Patienten die Zusammensetzung der Hautfette verändert. Die Folge ist, dass die Haut viel Feuchtigkeit verliert und leicht austrocknet. Auf Reizstoffe, Allergieauslöser und Keime reagiert die geschädigte Haut schnell mit einer Entzündung und Juckreiz.

Des weiteren ist Neurodermitis vererbbar. Heißt wenn es die Mutter oder der Vater hatten, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass die Kinder es auch bekommen.

In den letzten Jahren hat die Anzahl an Neurodermitis-Erkrankten zugenommen. Forscher vermuten, dass ein Wandel der Lebensweise dafür (mit-)verantwortlich ist: Heutzutage wird viel stärker auf Hygiene geachtet als früher. Wir kommen dadurch viel seltener in Kontakt mit potenziell krankmachenden und allergieauslösenden Stoffen aus der Umwelt. Das Immunsystem ist dadurch gewissermaßen "unterbeschäftigt". Das könnte der Grund sein, warum es bei immer mehr Menschen auf eigentlich harmlose Reize überschießend reagiert.

Was sind die häufigsten Auslöser für Neurodermitis?

Natürlich reagiert jeder auf was anderes und man kann es nicht verallgemeinern, aber hier sind die häufigsten Auslöser:

• Textilien, wie Wolle
• Strakes Schwitzen
• Ungünstige klimatische Bedingungen, wie trockene Luft (Heizungsluft), kalte Luft, schwüle Luft, insgesamt starke Temperaturschwankungen
• Falsche Reinigung der Haut (Verwendung von zu starken Reinigern)
• Nicht geeignete Kosmetika (etwa hautreizenden Duft- oder Konservierungsstoffen)
• Bestimmte Tätigkeiten, wie Feuchtarbeiten, stark verschmutzende Arbeiten oder Tätigkeiten, bei denen Gummi- oder Vinylhandschuhe getragen werden müssen
• Allergieauslöser wie Hausstaubmilben, Schimmelpilze, Tierhaare, Pollen, bestimmte Nahrungsmittel und Zusatzstoffe (Kuhmilch, Hühnereiweiß, Nüsse, Weizen, Soja, Fische, Meeresfrüchte etc.)
• Infekte (wie heftige Erkältung, Mandelentzündung etc.)
• Psychische Belastungen (Stress, Trauer, aufregende Ereignisse, aber auch Langeweile, etc.)
• Hormonelle Faktoren (Schwangerschaft, Menstruation, konstant ungesunde Ernährung)

Wie behandelt man Neurodermitis?

Bei jedem Menschen kann die Neurodermitis unterschiedlich verlaufen. Es empfiehlt sich daher, eine passende Therapie individuell abzustimmen. Wichtig ist, dass Sie die Neurodermitis genau ins Visier nehmen: Beobachten Sie, wie, wann und warum sich ein Schub ausbreitet und versuchen Sie den Trigger zu vermeiden.

Behandlung für Neurodermitis im Kosmetikstudio Duisburg

Hautreinigung
Haut mit Neurodermitis ist von sich aus arm an hauteigenen Barrierestoffen und darum sehr anfällig gegenüber externe Stoffen. Bei jeder Hautreinigung verliert die Haut noch mehr von diesen Barrierestoffen. Eine Kosmetikerin kann die richtigen Reinigungsprodukte zur Verwendung auf der sensiblen Haut empfehlen. Sie sollte auf jeden Fall Seifen, Reinigungsschaum oder Duschgele dringend vermeiden, da diese Tenside enthalten.
br> Die häufig propagierten rückfettenden Eigenschaften der herkömmlichen Reinigungsmittel sind übrigens nicht immer für neurodermitische Haut geeignet. Eine geeignete Alternative kann eine Reinigungsmilch sein, die das Auswaschen hauteigener Barrierestoffe verhindert.

Hautpflege
Neurodermitisgeplagte Haut reagiert extrem sensibel auf alle möglichen Einflüsse. Daher kann die Kosmetikerin bei der Auswahl der Pflegepräparate gute Hilfestellung geben. Sie vermeidet Produkte mit Konservierungsstoffen und Parfum, da diese für die Haut eine Belastung darstellen. Eine weitere Stoffklasse, die gemieden werden sollte, sind Emulgatoren.

Pflegeprodukte dürfen außerdem keine Substanzen enthalten, welche die Eigenregeneration der Haut behindern, indem sie auf der Oberfläche der Haut einen undurchlässigen Film bilden. Dies ist vor allem bei hohen Konzentrationen an Paraffinöl und Vaseline bekannt. Dagegen können sich pflanzliche Öle, Fette und Wachse in die Struktur der Haut integrieren und sind darum zu bevorzugen. Sehr hilfreich ist zudem Vitamin E.

Wir beraten Sie diesbezüglich gerne persönlich und stellen eine individuelle Pflege und Reinigung für Sie zusammen.

Was könnte bei Neurodermitis helfen?

• Cortisonsalben (nur im äußersten Notfall)
• Abgestimmte Basispflege und regelmäßige Behandlungen bei einer Kosmetikerin
• Aufbau Ihrer Hautschutzbarriere. Eine intakte Hautschutzbarriere kann dem Wiederauftreten von Ekzemen und Juckreiz vorbeugen
• Reizauslöser finden und meiden
• Die Krankheit nicht in den Lebensmittelpunkt rücken
• Kratzalternativen finden, wie zum Beispiel Klopfen oder Kühlen
• Pflegeprodukte wie Seife nur sparsam verwenden
• Direkten Kontakt zu Haushaltsreinigern meiden
• Kleidung aus reiner Baumwolle tragen und auf geeignetes Waschmittel achten
• Nachtkerzenöl in Kapselform einnehmen und auf die Stellen zusätzlich auftragen



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